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Jet oder Turboprop: Was ist der Unterschied?

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Jet oder Turboprop: Was ist der Unterschied?

Das Wichtigste in Kürze

Die Vorteile eines Jet-Antriebs liegen in der höheren Reisegeschwindigkeit und der größeren Nonstop-Reichweite. Ein Turboprop-Flugzeug punktet dagegen mit einem geringeren Treibstoffverbrauch und der Fähigkeit, kürzere Landebahnen zu nutzen. Deshalb kommt es vor allem auf der Kurzstrecke zum Einsatz.

Welcher Antrieb für welche Situation?

Beechcraft Kinf Air 100

Nicht alle Flugzeuge werden auf die gleiche Weise angetrieben. Vor allem unterscheidet man zwischen einem Jet- oder einem Turboprop-Antrieb. Kleinflugzeuge werden unter Umständen auch über einen Kolben-Motor angetrieben, doch wenn Sie ein Privatflugzeug mieten möchten, ist nur die Unterscheidung zwischen Jet und Turboprop von Bedeutung. Neben einem kurzen Überblick über den technischen Unterschied zwischen den beiden Antriebsarten möchten wir Ihnen vor allem näherbringen, welche Auswirkungen sich auf Ihr Reiseerlebnis ergeben.

Technische Unterschiede

Die beiden Triebwerke nutzen verschiedene Methoden, um für den Vortrieb des Flugzeugs zu sorgen: Bei einem Jet-Antrieb wird Luft durch ein Düsentriebwerk verdichtet und zusammen mit dem Treibstoff entzündet. Dadurch entsteht ein Rückstoß, der das Flugzeug antreibt. Grundsätzlich werden hier kleine Luftmengen stark beschleunigt.

Bei einem Turboprop-Triebwerk sorgen vor allem die charakteristischen Propeller dafür, dass sich das Flugzeug bewegt. Sie werden von einer Gasturbine angetrieben und bewegen große Luftmengen, um Vortrieb zu erzeugen. Im Gegensatz zum Jet-Triebwerk werden hier also große Luftmengen leicht beschleunigt.

Als Fluggast muss Sie die Technik natürlich gar nicht so sehr interessieren: Beide Antriebe sorgen für einen sicheren Flug und auch der Komfort an Bord ändert sich durch die Antriebsart nicht. Allerdings sind die verschiedenen Triebwerksarten für unterschiedliche Einsatzprofile geeignet, so dass für Ihren konkreten Reisewunsch womöglich eine Antriebsart besser geeignet ist als die andere. Die wichtigsten Faktoren für diese Entscheidung möchten wir Ihnen vorstellen.

Reisegeschwindigkeit

Bombardier Learjet 35

Der wohl greifbarste Vorteil eines Jet-Antriebs ist die höhere Reisegeschwindigkeit, die er ermöglicht. Die Beechcraft King Air 200, ein gängiges Turboprop-Flugzeug, besitzt eine Reisegeschwindigkeit von 480 km/h. Dagegen bringt es ein vergleichbarer Jet wie der Bombardier Learjet 35 auf 770 km/h. Für die 1.630 Kilometer Luftlinie zwischen Berlin und Mallorca benötigt ein Learjet 35 also etwas mehr als zwei Stunden, wenn man die Beschleunigungs- und Bremsphase nicht berücksichtigt. Die King Air 200 muss dagegen mehr als dreieinhalb Stunden einplanen.

Treibstoffverbrauch

Ein Turboprop-Triebwerk zeichnet sich durch einen niedrigen spezifischen Verbrauch aus und ist somit zumindest auf dem Papier deutlich effizienter. Doch was bedeutet spezifischer Treibstoffverbrauch in der Realität? Hier geht es um den Kraftstoffverbrauch pro Zeit im Verhältnis zur Leistung. Um die gleiche Motorenleistung zu erzielen, benötigt eine Turboprop also weniger Kerosin pro Minute.

Je größer die Flugstrecke ist, desto stärker wird der Effizienznachteil des Jets allerdings durch seinen Geschwindigkeitsvorteil wieder ausgeglichen, da die Turboprop für die gleiche Strecke länger in der Luft ist als der Jet und dadurch auch für eine längere Zeit Kerosin verbraucht. So bleibt zwar immer noch ein gewisser Effizienz-Vorteil für die Turboprop bezogen auf den Gesamtflug, doch mit zunehmender Streckenlänge wird dieser Vorteil immer kleiner.

Nonstop-Reichweite

Hawker Beechcraft 4000

Aus dem Treibstoffverbrauch einer Turboprop ergibt sich auch ihr bevorzugtes Einsatzprofil. Da sie auf kurzen Strecken besonders effizient ist, kommt sie auch vor allem dort zum Einsatz. Eine auf Langstrecken ausgerichtete Turboprop gibt es nicht, während Jets je nach Modell für alle Streckenlängen infrage kommen.

Natürlich bezieht sich die Reichweite eines Flugzeugs zunächst immer auf die Distanz, die es ohne Tankstopp zurücklegen kann. Dementsprechend sind Langstreckenflüge auch mit einer Turboprop möglich, sofern genügend Zwischenlandungen zum Nachtanken eingeplant sind. Durch die geringe Geschwindigkeit und die Dauer der Tankstopps würde sich die Reisezeit aber so sehr verlängern, dass dieser Fall in der Praxis so gut wie nie vorkommt.

Flexibilität

Sowohl Privatjets als auch Turboprops können regionale Flughäfen anfliegen, deren Landebahnen für große Linienmaschinen zu kurz wären. Dadurch bieten sie Ihnen eine große Flexibilität in der Auswahl Ihres Flugziels und machen lange Anfahrten zu einem internationalen Verkehrsflughafen überflüssig.

Im direkten Vergleich kann ein Flugzeug mit Turboprop-Triebwerk noch kürzere Start- und Landebahnen nutzen als ein Jet. Wenn Sie also einen bestimmten Flughafen mit besonders kurzer Landebahn anfliegen möchten, ist eine Turboprop unter Umständen Ihre einzige Option. Ein weiterer Vorteil, der jedoch in Europa eher selten zum Tragen kommt: Durch den kurzen Start- und Landeweg einer Turboprop kann diese auch leichter für Starts und Landungen außerhalb befestigter Landebahnen verwendet werden – zum Beispiel im australischen Outback, in der afrikanischen Steppe oder auf den Eisflächen der Antarktis.

Das beste Triebwerk für Ihren Flug

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